Die Chronik des MGV

10 Jahrzehnte organisierter Männerqesang in St. Johann



Inhalt

1911 – 2010 1
2011 4
2012 5
2013 6
2014 9
2015 11
2016 12





1911 2010

Wir schreiben das Jahr 1911. Ein Friedensjahr ein gutes Jahr.
In St. Johann steht die Steinindustrie in ihrer Blüte. Neben Handwerk, Landwirtschaft
und etwas Handel, der Haupterwerbszweig

Wer nicht in St. Johann arbeitet, der geht zum Ettringer oder Mayener Feld. Hart wie der St. Johanner Basalt ist die Arbeit. Sechs Tage in der Woche wird auf der Lay geschafft. Arbeitslosigkeit kennt man nur, wenn Eis und Schnee das Arbeiten auf der Basaltgrube nicht zulassen oder Krankheit auftritt. Den Menschen geht es gut. Die Bedürfnisse und Ansprüche sind bescheiden.

Harte Arbeit und ab und zu eine zünftige Feier, so ist es bei Steinhauern, Pflastersteinschlägern, Steinbrechern, und allen, die auf der Lay arbeiten, Brauch. Feiern bedeutet für die Männer, die ihr Brot auf der Lay verdienen, einmal in vier Wochen, nämlich am ersten Montag im Monat wird das Handwerkszeug etwas früher beiseitegelegt und zu etwas „Fettigem" und Brot ein Fässchen Bier getrunken. Arbeiter kleinerer Betriebe, wie in St. Johann in der Mehrzahl, treffen sich um den „Blauen Montag" gemeinsam zu begehen.

So ist es auch im Herbst des Jahres 1911. Ein heißer und trockener Sommer hat einem goldenen Herbst Platz gemacht. Auf den Feldern brennen die Kartoffelfeuer. Im Steingrubengebiet „Röttchen Kirchennöck" sitzen vor einer Hütte eine Anzahl Männer. Sie haben sich von den umliegenden Betrieben hier zusammengefunden. Die Mühsal der Tagesarbeit ist ihnen nicht anzusehen. Sie sind guter Stimmung. Es wird gegessen, getrunken, erzählt und gesungen. Auf einmal ist die Idee da, die ansteckt und zur Wirklichkeit werden soll.

Hartes Arbeiten erfordert Ausgleich, braucht Geselligkeit. Wo ist dies mehr zu finden, als da, wo Gleichgesinnte sich beim frohen Lied zusammenfinden. Die Idee wird aufgegriffen, erhält Gestalt. Der Gesang der ungeschliffenen Kehlen soll Form bekommen, soll anstecken und andere begeistern.

So wie bei der täglichen Arbeit wird beherzt und fest zugepackt. Bereits am 22.10.1911 treffen sich in der Gastwirtschaft „Zum Hochsimmer", Inhaber Kasper Josef Astor, 20 sangesfrohe Männer, alle dem Arbeiterstand angehörend, wie der Chronist, der langjährige 1. Vorsitzende Johann Nürnberg schreibt, und gründen einen Gesangverein mit dem Namen „MGV Edelweiß". Es wird ein provisorischer Vorstand gewählt, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Johann Nürnberg, dem 2. Vorsitzenden Josef Müller, dem Schriftführer Josef Bertram, dem Kassierer Georg Dötsch und den Beisitzern Peter Nürnberg und Peter Leich. Zum Dirigenten wird Lehrer Martin Franzen bestellt. Die Chorproben werden auf Donnerstagabend festgelegt.

Am 07.11.1911 werden in einer öffentlichen Versammlung die Statuten verabschiedet und der provisorisch gebildete Vorstand anerkannt. In einer weiteren öffentlichen Versammlung am 17.12.1911, inzwischen schon mit 25 Mitgliedern, werden die Beiträge festgelegt, die Beschaffung von Liederbüchern geregelt, das Vereinslokal bestimmt und weitere Festlegungen getroffen, um den Verein mit Leben zu erfüllen.

Der Verein nimmt im Sinne seiner Gründung seine Tätigkeit auf. Vornehmlich wird das deutsche Lied, „das derzeit überall in hoher Blüte steht“ so der Chronist gepflegt. Doch darüber hinaus wird in mannigfacher Art das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde St. Johann mit beeinflusst und beprägt. Neben den kirchlichen Festen, der Kirmes und den Feiern der älteren Vereine setzen die Veranstaltungen des MGV bedeutende Zeichen. In wechselnder Folge, entsprechend den Forderungen und Wünschen in der jeweiligen Zeit, steht in den vielen Jahrzehnten der MGV als Markenzeichen für Konzerte, Gestaltung von Messfeiern, Tanz und Maskenbällen, Sängerabende, Familienabende, Theaterveranstaltungen, bunte Abende, Ausflüge, Waldfeste und vieles mehr.

Mit viel Erfolg werden Wettstreite, Freundschaftssingen, Sängerfeste und Leistungssingen bei befreundeten Vereinen besucht.

Bereits am 21.05.1914 wird unter Teilnahme der ganzen Gemeinde und vieler auswärtiger Brudervereine, die durch freiwillige Beiträge finanzierte Vereinsfahne eingewiehen. Von nun an gilt es über viele Jahre hin für jeden Sänger als eine besondere Ehre, die Vereinsfahne tragen zu dürfen.
Dieses Ehrenamt wird in der Jahreshauptversammlung jeweils an den Meistbietenden für ein Jahr vergeben. Der Verein besteht aus 52 Mitgliedern.

Leider legt der 1. Weltkrieg die erfolgreich angelaufene Vereinsarbeit lahm. Viele Sänger kehren nicht mehr in die Heimat zurück. Erst nach 1919 wird die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. Neue Mitglieder treten ein und schließen die Lücken. Der Dirigentenstab wird von Josef Bläser, Ettringen, übernommen.

Mit viel Erfolg nimmt der Chor an Gesangwettstreiten teil. 1924 besteht der Verein aus 38 aktiven und 53 inaktiven Mitgliedern.

Am 03.05.1924 wird der langjährige Vorsitzende Johann Nürnberg von Wilhelm Dötsch in der Vereinsführung abgelöst. Bereits am 17.01.1925 übernimmt Alois Lassau dieses bedeutende und aufopferungsvolle Amt, um es rund 26 Jahre auszufüllen. Alois Lassau wurde wegen seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Am 31.03.1929 wird unter Teilnahme von zehn Brudervereinen ein Gesangwettstreit durchgeführt.

Der MGV setzt sein erfolgreiches Wirken bis zum 2. Weltkrieg fort. Krieg und Nachkriegszeit bringen den Verein nach und nach zum Erliegen. Viele aktive und inaktive Mitglieder sind durch den Krieg zu beklagen. Erst am 28.08.1948 treffen sich die alten und neu eingetretenen Mitglieder zu einer Versammlung und wählen einen Vorstand: 1. Vorsitzender Alois Lassau. Die Leitung des Chors übernimmt Klaus Kostka aus Mayen. Bei Verhinderung des Dirigenten führt der 2. Vorsitzende und Vizedirigent Franz Roos den Chor. Am 06.01.1951 wird Fritz Geisbüsch zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Anlässlich des 40. Stiftungsfestes wird am 13.05.1951 ein Freundschaftssingen abgehalten. Leider ist der Wettergott dem Verein und den zahlreich erschienenen Sängern nicht hold. Nach einem großartigen Festzug kann das Singen nicht wie vorgesehen im Freien stattfinden, sondern muss in den völlig überfüllten Saal der Gastwirtschaft verlegt werden.

Am 19.01.1952 übernimmt Peter Vomland die Vereinsführung. Im Juli 1953 wird als Dirigent Johannes Bläser aus Ettringen verpflichtet. Doch bereits im Juli 1954 übernimmt Musiklehrer Bernd Schommer aus Plaidt die Leitung des Chores.

Die Verpflichtung von Bernd Schommer wird sich als Sternstunde für Chor und Verein erweisen. Bernd Schommer entwickelt und formt den Chor und führt ihn zu hervorragenden Leistungen.

Anlässlich des 45jährigen Bestehens des Vereins wird am 28.07.1956 ein Freundschaftssingen abgehalten. Leider kann wegen des schlechten Wetters nach dem imposanten Festzug das Singen nicht, so wie vorgesehen, auf dem Sportplatz stattfinden, sondern muss in die leider nicht alle Gäste fassenden Säle verlegt werden. Der Chor besteht aus 41 Sängern. Der Verein zählt insgesamt 117 Mitglieder.

Am 12.01.1957 wird Hermann Dahm zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er wird am 04.01.1958 von Peter Dohr abgelöst. Am 11.01.1959 übernimmt Peter Vomland wieder die Vereinsführung. Am 14.01.1961 wird Barthel Dötsch zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Das 50jährige Bestehen wird am 15.07.1961 in gebührender Form mit der Einweihung einer neuen Fahne und einem Freundschaftssingen gefeiert. Die auch heute noch vorhandene alte Vereinsfahne war im Laufe der fünf Jahrzehnte recht schadhaft geworden und musste durch eine neue Fahne, zu der viele Mitglieder freiwillig Spenden beisteuerten, ersetzt werden. 6 Brudervereine nehmen an dem Festzug teil. Auch dieses Singen kann wegen der üblen Wetterverhältnisse nicht wie vorgesehen im Freien stattfinden, sondern muss in einen für die vielen Besucher viel zu kleinen Saal verlegt werden. So geht es auch mit dem Stiftungsfest 1961.
Die Führung des Vereins übernimmt am 12.01.1963 Hermann Josef Lohr. Im selben Jahr wird der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

In den folgenden Jahren werden bedeutende Erfolge beim Bundessingen, beim Bezirksleistungssingen und bei Sängerwettstreiten erreicht.

Manfred Schüller übernimmt am 11.01.1970 die Vereinsführung. Der Verein zählt 114 Mitglieder.

Am 21.08.1971 wird feierlich das 60jährige Bestehen des Vereins mit einem Freundschaftssingen begangen. Aufgrund der schlechten Erfahrungen bei früheren Festen geht der Verein das Risiko ein und stellt auf dem Sportplatz ein Festzelt auf. Das Fest wird ein großer Erfolg. An dem Festzug und dem Freundschaftssingen nehmen 12 befreundete Brudervereine teil.

Am 10.11.1976 trifft den Verein ein schmerzlicher Verlust. Manfred Schüller, seit 6 Jahren Vorsitzender, verunglückt in Ausübung seines Berufes tödlich. In der Jahreshauptversammlung am 15.01.1977 wird dessen Bruder, Alois Schüller II., zum Vorsitzenden gewählt. Leider verstirbt der 1. Vorsitzende Stephan Schüller II. zu früh im Jahre 1994. Der Ehrenvorsitzende Alois Lassau verstirbt 1991 100jährig.

Der Verein wird z. Zt. Von Leo E. Kröll geführt. Dem Verein gehören 73 inaktive und 18 aktive Mitglieder an. Dabei auch einige eifrige Sänger aus dem Nachbarort Ettringen. Chorleiter ist derzeit in Personalunion ebenfalls Leo E. Kröll.

Nach dem Rückblick auf zehn Jahrzehnte organisierter Männergesang in St. Johann, in denen der MGV das gesellschaftliche Leben der Gemeinde St. Johann maßgeblich mitgestaltet hat, soll auch ein Blick in die Zukunft gewagt werden.

Dem Verein gehören 91 Mitglieder an. Der Verein steht gefestigt da. Leider musste in den letzten Jahren der frühe Tod vieler treuer Sänger beklagt werden. Ihr Andenken wird in Ehren gehalten. Die Lücken der Verstorbenen und der in den Ruhestand getretenen Sänger können nur schwer geschlossen werden. Junge Sänger finden nicht leicht den Weg zum Chor. Es gehören viel Disziplin und Idealismus dazu, um ein zuverlässiges Mitglied eines Chores zu werden. Die moderne Zeit mit all ihren Abwechslungen und ihren Vergnügungen lässt vielfach den Blick nicht reifen, um zu erkennen, welches hohe Kulturgut es hier zu bewahren und zu fördern gilt. Die Mitwirkung in einem so geschichtsträchtigen Verein, wie dem MGV Edelweiß, ist auch ein Stück Dorfgeschichte und damit Gestaltung des dörflichen Lebens. Vereine, wie der MGV, machen das aus, was man dörfliche Gemeinschaft nennt. In ihm entwickeln sich Kameradschaft und Nachbarschaft.

Heinrich Ackermann



Der Chronist Heinrich Ackermann kann die Geschichte des MGV Edelweiß St. Johann e.V. nicht mehr weiterschreiben. Ihm sei an dieser Stelle von ganzem Herzen für seinen Einsatz und das akribische Zusammentragen der Geschichte der letzten 100 Jahre gedankt. Seine Chronik ist ein wertvolles Dokument und ein nie versiegender Quell an Informationen.

An seiner Stelle übernimmt der derzeitige Vorsitzende Leo E. Kröll die Aufgabe, diese Chronik weiterzuführen und der Nachwelt zur Verfügung zu stellen.

2011

stellt einen großen Einschnitt dar. Nicht nur, dass der Chor seinen 100. Geburtstag feiern kann, auch die Verleihung der Zelter Plakette durch den Bundespräsidenten Christian Wulff ist ein Ereignis, das es nur ein einziges Mal in der Geschichte des Vereins geben wird. Diese Ehre ist eng mit dem Jubelfest verbunden und so ist es schade, dass der Chor bei der Verleihung der Ehrung nicht anwesend sein kann.

Die Verleihung der Zelter Plakette findet am Sonntag, dem 26. Juni 2011 ab 10.30 Uhr in der Festhalle in Herxheim bei Landau statt. Der Chor feiert mit vielen Gästen und der Bevölkerung seinen Geburtstag am Samstag, dem 25. Juni 2011 in der Schützenhalle in St. Johann. Verständlich, dass da keine Abordnung des Chores am Morgen nach der Feier in die Pfalz aufbricht. Anstelle des Chores nimmt der Vorsitzende des Kreischorverbandes, Herr Peter Weiler aus Ochtendung die Plakette in Empfang.
Die Feier am 25.06.2011 ist der Wichtigkeit des Anlasses angemessen. Als Schirmherr kann Herr Landrat Alexander Saftig gewonnen werden. Weitere Ehrengäste sind Herr Pfarrer Mattias Veit, der Beigeordnet der Verbandsgemeinde Vordereifel, Herr Alfred Schomisch, sowie der Ortsbürgermeister von St. Johann, Herr Michael Stefani.
Als Gäste sind die Freunde des Männergesangverein Mendig unter dem Vorsitz von Udo Müllegans und dem Dirigat von Jürgen Rieser anwesend

Der Chor hat einige neue Lieder und einige beliebte aus dem Repertoire auf dem Programm. Auch die Freunde aus Mendig erfreuen mit schönen Weisen die Zuhörer. In allen Reden werden die Bedeutung des Chores und die Wichtigkeit für das kulturelle Leben in St. Johann herausgehoben. Die Reden sind kurzweilig und nicht zu lang. Besonders Pastor Veit kann mit launigen Worten die Zuhörer für sich gewinnen. Er lobt für den Chor eine Liedspende aus.

Im Rahmen der Feier wird Alois Schüller, der emsige Notenwart und Getränkeorganisator zum Mann des Jahres ernannt.

Bei der Feier trägt der Chor zum ersten Mal seine neuen Hemden, die am Kragen den St. Johann Kuckuck und auf der Brusttasche den Hinweis auf das 100 jährige Bestehen des Chores tragen. Die schmucke „Uniform“ findet überall große Zustimmung.
Die Feier, die gleichzeitig auch der Kirmeskommers ist, endet mit einem tollen Feuerwerk und dem Versuch, mit mindestens 100 Sängern das Lied „Heimat“ zu intonieren. Leider bleibt es bei dem Versuch.

Der offiziellen Feier folgt am 05. August 2011 die „interne“ Geburtstagsfeier mit den aktiven und inaktiven Mitgliedern des Chores. Auch Herr Peter Weiler vom Kreischorverband sowie der Präsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Herr Karl Wolff aus Birnbach sind Gäste des Abends. Endlich kann der Vorsitzende aus der Hand von Peter Weiler die Urkunde mit der Unterschrift des Bundespräsidenten und die Zelter Plakette in Empfang nehmen. Ein bewegender Moment!

Die Feier mit einem tollen Büfett nimmt einen schönen Verlauf und belegt einmal mehr, dass die Sänger eine große Familie sind.

Toni Kreier, einer der eifrigsten Sänger, wird satzungsgemäß zum Ehrenmitglied ernannt und darf sich über eine schöne Urkunde freuen.
Am 21.08.2011 tritt der Chor beim Waldfest in Bell auf und erntet begeisterten Applaus. Auch beim Amtssängerfest in Nachtsheim am 28.08.2011 kann der Chor überzeugen.

Der Chor probt regelmäßig und hat auch neue Sänger gewinnen können. Im 1. Bass und 2. Bass ist Verstärkung eingetroffen und auch der Ortsbürgermeister kommt regelmäßig zu den Proben.

Erstmals findet das traditionelle Herbstingen in Ettringen stattfinden, um die Verbundenheit mit den Sängern aus dem Nachbarort zu zeigen. Eine im Vorstand geborene Idee, die bei allen Sängern große Zustimmung gefunden hat.

Die Weihnachtsfeier 2011 wird in der Hammes Mühle ausgerichtet. Auch die Frauen der verstorbenen Sänger sind eingeladen, mit dem Chor einige harmonische Stunden zu verbringen.

Das aufregende Jahr 2011 hat für den Chor einen guten Verlauf genommen. Mit neuem Mut und guter Stimmung kann es in das neue Jahr 2012 gehen.

2012

beginnt für den Chor offiziell mit der Jahreshauptversammlung, die in diesem Jahr auch die Neuwahl des Vorstandes beinhaltet. Im Rahmen einer harmonischen Sitzung wird der Vorstand wie folgt zusammengestellt: Neuer und alter Vorsitzender ist Leo E. Kröll, Heinz Hünten bleibt Schatzmeister und die vier Beisitzer Herbert Loosen, Karlheinz Leich, Lois Schüller und Haro (Hans Rolf) Müller werden erneut gewählt. Da Klaus Peter Wyrwoll gebeten hat, abgelöst zu werden, wird Thomas Ludwig als neuer Schriftführer in den Vorstand berufen. Als kooptiertes Mitglied (also ein ergänzt gewähltes Mitglied im Vorstand) wird Horst Lenhardt den Schatzmeister unterstützen. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.
Die Planungen für 2012 werden einstimmig beschlossen, darüber wird noch zu berichten sein.

Ab dem 26012012 wird der Probenbetrieb wieder aufgenommen und es werden die musikalischen Vorbereitungen für 2012 getroffen.

Eigentlich wollte der Chor zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann das Maibaumaufstellen gestalteten. Der Chor sollte singen, die Feuerwehr den technischen Bereich des Aufstellens übernehmen und bei den Gästen sollte für das leibliche Wohl gesorgt werden.

Leider erleidet der Chorleiter und Vorsitzende einige Tage vorher einen Gehirnschlag und fällt für eine längere Zeit aus. So kann der Chor weder beim Maibaumaufstellen noch bei dem Kirmeskommers auftreten. Diese soll wegen des Vierteilfinales der Europameisterschaft am Kirmessamstag in Form eines Frühschoppens am Sonntagmorgen gestaltet werden. Zur ersten Chorprobe lud der wiedergenesene Choreiter für den Anfang August ein. Das geplante Herbstsingen im Ettringen muss mangels Masse an Sängern ebenfalls leider ausfallen.

Dafür findet die Fahrt in den Osten nach Erfurt, Dresden und Weimar unter großer Beteiligung statt und der Chor kann mit seinem Vortrag in der Frauenkirche am 06.10.2012 den Mitfahrer und über 1.000 Besucher der Kirche überzeugen. Ein Beleg findet sich im Internet unter http://www.youtube.com/watch?v=QLgzyca4APg.

Die gesamte Fahrt ist ein großer Erfolgt und stellt alle Teilnehmer mehr als zufrieden. Gäste aus Hausen, Ettringen, Bell, Ochtendung und Rübenach nahmen an der Fahrt teil.

Mit gut besuchten Proben und einer gemütlichen Weihnachtsfeier endet das Jahr 2012, nicht ohne das der Chor in Ettringen und St. Johann im November 2012 am Ehrenmal gesungen und eine Messe für Lebend und Verstorbene des Vereins gestaltet hat.

2013

lässt sich deutlich besser an, als das Jahr zuvor. Regelmäßige Proben mit gutem Besuch geben uns den Mut, zahlreiche Einladungen zu Freundschaftssingen und Singen im Ort anzunehmen. Der Chor hat 17 aktive Sänger, hinzu kommt der Chorleiter und Vorsitzende, Leo E. Kröll.

Leider verliert der Chor mit Thomas Ludwig nicht nur den Schriftführer sondern auch einen guten 1. Bass. Er verlässt den Chor aus privaten Gründen.

Fred Bethmann aus Mayen schließt nicht nur diese Lücke, sondern fügt sich auch hervorragend in die Chorgemeinschaft ein. So könnte es weitergehen.

Es steht in der Zeitung: „Trotz typischem Aprilwetter und technischer Herausforderungen brachte die Freiwillige Feuerwehr St. Johann, unterstützt durch Hans-Reinhard Daub und seinem starken Frontlader und unter musikalischer Anfeuerung durch den MGV Edelweiß St. Johann e.V., den schmucken Maibaum zum Stehen. Die wetterfesten Zuschauer dankten beiden Vereinen mit herzlichem Applaus für diese tolle Leistung.“

Es ist nicht das Traumwetter, das sich beide Vereine erhofft haben. Aber der frisch geschlagene und geschälte Maibaum soll wie in jedem Jahr am ehemaligen Dorfbrunnen mitten in St. Johann aufgestellt werden. Zum ersten Mal haben sich die Freiwillige Feuerwehr und der MGV Edelweiß St. Johann e.V. zusammengetan, um dieses alte Brauchtum mit Leben zu erfüllen.

Im romantischen Hof des Wehrleiters Thomas Montada erfreuen die Sänger mit launigen Mailiedern und zeitgenau zum erfolgreichen Aufstellen des Maibaumes erklingt zusammen mit den interessierten Bürgern „Der Mai ist gekommen“. Die Hoffnung auf einen Mai mit besserem Wetter ist deutlich aus dem Gesang herauszuhören.



Es ist ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit der St. Johanner Vereine, die gemeinsam schöne und wertvolle Beiträge zum Leben in der Dorfgemeinschaft liefern.
Zum Abschluss treffen sich Gäste, Feuerwehrleute und Sänger in der urigen Dorfkneipe „Zum Hochsimmer“, um die gelungene Aktion ausklingen zu lassen.

Zur Eröffnung der Kirmes ist der Chor wieder im Einsatz. Am Dorfplatz wird die Kirmes mit „Weinparadies“ und „Ich bin ein alter Bösewicht“ unter starker Anteilnahme der Bevölkerung und der Kirmesgäste eröffnet. Anschließend stärken sich die Sänger und Besucher am Freibier des Ortsbürgermeisters.

Zuvor hat der Chor beim Freundschaftssingen des Krufter Männergesangvereins mitgewirkt. Am 09.06.2013 tritt der Chor mit 13 Sängern in der Vulkanhalle auf. Obwohl der kleinste Chor, wird doch mehrfach das hohe gesangliche Niveau des Chors lobend erwähnt. Wie sagt doch der Vorsitzende der Krufter Sänger: „Hier konnte man hören, dass auch ein kleiner Chor gut singen kann“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Aus Anlass der Goldenen Hochzeit, singt der Chor nach der Probe am 04072013 bei Clothilde und Oswald Schumacher. Nach dem Ständchen und einem Blumenstrauß für die Jubelbraut sitzt man noch in gemütlicher Runde zusammen und genießt die kühlen Getränke und die angebotene Stärkung.

Am 0.5.07.2013 wird Rudolf Stein durch den Vorsitzenden zum 80. Geburtstag gratuliert und zum Ehrenmitglied ernannt.

Das Ehrenmitglied Josef Hilger war im Krankenhaus, der Vorsitzende überbringt eine Flasche Wein und die Genesungswünsche des Chores.

Es geht es in die Sommerpause, die am 25.07.2013 durch eine Probe zur Vorbereitung auf das Singen in Bell, unterbrochen wird.

Das Singen in Bell ist ein Erfolg. Wir sind, gemessen an der Zahl der Sänger der kleinste Chor, aber zusammen mit Trimbs der Chor, welcher den meisten Applaus erhält. Wir sind zwar nur 13 Sänger, aber sind waren gut konzentriert und singen hervorragend. Die Begleitung von Werner Müller am Keyboard unterstützt uns gut.
Der von uns als Gastgeschenk überreichte Kuckuck, den Anja Müller erstellt hat, findet großen Anklang. Der Kuckucksjodler von Karl-Heinz Leich tut sein Übriges dazu.

Einen guten Auftritt hat der Chor auch beim Pfarrfest Anfang September im Garten des Pfarrheimes. Es sind nur 8 Sänger beim Auftritt präsent, aber der Sangeslust, dem guten Klang und dem reichlichen Beifall tut dies keinen Abbruch. Der Chor zeigt Flagge und unterstützt den Pfarrgemeinderat, denn der Erlös des Festes kommt der Sanierung des Pfarrheimes zugute. Damit natürlich auch dem Chor, der das Pfarrheim ja wöchentlich nutzt.

Seit Anfang August trifft sich unter der Betreuung des MGV Edelweiß St. Johann e.V. stehende Projektchor, der vorläufig für ein Jahr gegründet ist und sich verschiedenen bekannten Titeln aus Musicals widmet. Geleitet wird der Chor kostenfrei vom Chorleiter des MGV Edelweiß St. Johann e.V., Leo E. Kröll.

Den Jubelpaaren Brigitte und Josef Wollenweber und Marianne und Hans-Egon Nürnberg (aktiver Sänger) übermittelt der Vorsitzende im Namen des Chores zur Goldenen Hochzeit die besten Grüße und wünscht beiden Paaren noch eine lange und gesunde gemeinsame Zeit.

Leider ist ein Rückgang bei der Teilnahme an den Proben zu verzeichnen, sodass der Vorsitzende in einem eindringlichen Schreiben auf die Konsequenzen für künftige Auftritte und den Fortbestand des Chores hinweist. Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob dieses Schreiben Wirkung zeigt, denn es stehen weitere Auftritte auf der Agenda des Chores.

Der Auftritt am 28092013 in Nieder-Oberweiler beim Freundschaftssingen ist ein Beleg für die These: „Klasse statt Masse“. Wir sind nur 10 Sänger: drei im ersten Tenor, zwei im zweiten Tenor, drei im ersten Bass und zwei im zweiten Bass.

Gerade der zweite Bass schlägt sich tapfer, denn die Sänger haben noch keine jahrelange Chorerfahrung und einige Stücke sind auch recht neu.

Wie auch immer: Wir hinterlassen einen guten Eindruck, wie uns von vielen Seiten bestätigt wird.

Es sind gute Chöre aus Kruft, Niederzissen und Brenk da und auch der Gastgeberchor trägt schöne Lieder gekonnt vor.
Leider müssen wir mitten im Vortrag des letzten Chores den Saal verlassen, da unser Bus wegen eines Anschlusstermins bereits wartet.

Bei der Probe am 03102013 sind wir nur 7 Sänger, der bisherige Tiefststand.

Am 14.11.2013 kann Angelika Hilger als neues Ehrenmitglied des MGV Edelweiß St. Johann e.V. begrüßt werden. Sie erhält aus den Händen des Vorsitzenden die Ehrenurkunde und einen schönen Blumenstrauß. Hierüber freut sie sich sehr und betont, dass sie von der Möglichkeit, ab sofort beitragsfrei Mitglied zu sein, keinen Gebrauch machen wolle.

Einen leistungsstarken und gut konzentrierten Chor erleben die Besucher der Messe am Totensonntag, die von Kooperator Schumacher zelebriert wird. Mit vier Liedern, u.a. „Herr deine Güte“, zeigt der Chor sein Können auf. Nach der Messfeier singen wir noch am Ehrenmal, um anschließend in der Marienkapelle eine Kerze für unsere Lebenden und Verstorbenen aufzustellen. Eine sehr schöne Idee vom Vorstandsmitglied Herbert Loosen.
Zwei Lieder runden die kleine Gedenkfeier ab, an der viele der Gottesdienstbesucher teilnehmen. Eine gute Tradition, die beibehalten werden sollte.

Am Tag zuvor haben wir in Ettringen am Ehrenmal zusammen mit der Blaskapelle Ettringen die Feier der Ortsgemeinde anlässlich des Totensonntags mitgestaltet. Es ist uns eine Selbstverständlichkeit, die Unterstützung des Chors durch die Ettringer Sangesbrüder auf diese Weise anzuerkennen.

Eine schöne Weihnachtsfeier hat der Chor Anfang Dezember im Restaurant „Dalmatica“ in Mayen. Auch einige Frauen unserer ehemaligen Sänger sind anwesend und genießen den Abend. Wie in jedem Jahr erhalten unsere Damen ein kleines Weihnachtsgeschenk. Herbert Loosen überreicht jeder Dame eine Rose und Horst Lenhardt spielte mit einer schönen Packung Trüffelpralinen den Weihnachtsmann. Mit zwei Weihnachtsliedern stimmt der Chor die Gäste ein, ehe das vorzügliche Essen alle begeistert.
Die Kosten werden in diesem Jahr aus der Sängerkasse beglichen. Dem hervorragenden Kassenwart Alois Schüller gilt der Dank der ganzen Gesellschaft.

Am 12. Dezember findet die letzte Probe in 2013 statt.

2014

nahm musikalisch mit der ersten Probe Fahrt auf. Hinsichtlich der Liedauswahl wollte der Chorleiter das Jahr thematisch unter „Schätze der Vergangenheit“ stellen. Lieder wie der Blankenstein Husar oder Mala Moja wurden vor 40 Jahren auf allen Festen gesungen und sollten jetzt eine Brücke schlagen zwischen den erfahrenen Sängern des Chores und denen, die noch nicht so lange singen. Die ersten Proben verliefen ansprechend.

Leider schlug wie jedes Jahr die Karnevalszeit Lücken in die Reihen der probenden Sänger, da die jungen Leute aus Ettringen stark im heimischen Brauchtum behaftet sind. Aber das kannten wir schon und der Rest der Sängerschar probte eifrig weiter. Die Jahreshauptversammlung 2013 war in Vorbereitung, in diesem Jahr waren Vorstandswahlen. Wie in 2012 fand die JHV in lockerer Form statt.

Die Jahreshauptversammlung brachte für den Vorstand die ersehnte Entlastung und bei den Vorstandswahlen zwei neue Gesichter in den Vorstand. Für Heinz Hünten, den langjährigen und bewährten Schatzmeister wird Horst Lenhardt die Kasse hüten und anstelle des bisherigen Schriftführers Thomas Ludwig wird Hans Rolf (Haro) Müller künftig als Schriftführer fungieren.

Die Versammlung war gut besucht, auch zahlreiche Vertreter der Inaktiven nahmen an der kurzweiligen Programmfolge teil.

Die Freigabe der Änderungen durch das Vereinsregister erfolgte ebenfalls, so dass der Verein rechtlich und finanziell abgesichert in das neue Jahr starten konnte.

Den ersten Auftritt hatte der Chor beim Aufstellen des Maibaumes. Diesmal bei gutem Wetter und gekleidet in neuen roten Poloshirts, brachte der Chor am Maibaum einige Lieder zu Gehör. Der Vortrag und die optische Präsenz fanden die Zustimmung der vielen Sankt Johanner Bürger. Dieses Ereignis scheint sich zu etablieren.

Leider wurden die Probenbesuche immer weniger und unregelmäßiger. Das hatte zur Folge, dass der Chorleiter immer wieder von vorne beginnen musste, da die wechselhafte Präsenz der Sänger eine kontinuierliche Probenarbeit verhindert; Krankheiten, berufliche Abwesenheit oder andere, nicht bekannte Gründe hinderten an einem steten Proben und so ging es nur schleppend voran. Der Tiefpunkt wurde mit nur sieben Sängern bei einer Probe erreicht. Die Folge war, dass der Chorleiter für den Auftritt an Kirmes zwei Lieder aus dem Programm herausnehmen musste und auf „alte Kamellen“ zurückgriff, um ein Blamieren des Chores zu verhindern.

Neuer Schwung brachten die Planungen für das Herbstsingen 2014 in Ettringen. Am 20.09.2014 konnte der Chor vor einem mehr als gut besuchten Haus in Ettringen im Gemeindehaus überzeugen. Die Presse schrieb dazu:
„Herbstsingen des MGV Edelweiß St. Johann e.V. 2014 in Ettringen ein toller Erfolg

Ettringen: Ein mehr als vollbesetzter Saal im Gemeindehaus Ettringen, zwei gut gelaunte Chöre und ein vielschichtiges Programm waren die Grundzutaten zu einem erfolgreichen Herbstsingen des MGV Edelweiß St. Johann e.V. Gerne waren die Sängerinnen und Sänger nach Ettringen gekommen, denn hier findet sich ebenso wie in St. Johann ein treues Publikum. Diesem, aber auch den Sängern aus Ettringen, die den MGV Edelweiß St. Johann e.V. seit Jahren tatkräftig unterstützen, wollten die Chöre auf diese Weise danken.
In seiner Begrüßung konnte der Vorsitzende des MGV Edelweiß St. Johann e.V., Leo E. Kröll, neben den vielen Gästen aus Ettringen und den umliegenden Gemeinden auch Herrn Landrat Alexander Saftig begrüßen, der nicht nur musikalische Wurzeln hat, sondern auch als Vater seiner mitwirkenden Tochter anwesend war.

Der MGV Edelweiß St. Johann e.V. hatte viele bekannte und gern gehörte Lieder mitgebracht. Aber auch mit neueren Liedern wie „Über den Wolken“ oder „Fürstenfeld“ wusste der Chor innerhalb seiner beiden Liedblöcke zu überzeugen. Hochkonzentriert gingen die Männer um Chorleiter Leo E. Kröll ans Werk und das sehr aufmerksame Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus. Als Solist überzeugte Karl*Heinz Leich.

Die Überraschung des Abends war aber der vor einem Jahr unter den Fittichen des MGV Edelweiß St. Johann e.V. gegründete Projektchor, der als gemischter Chor viele schöne und bekannte Lieder und Songs aus bekannten Musicals mitgebracht hatte. Zuerst ging es ins Cabaret und anschließend erklang „Memory“ aus Cats. Nach Songs aus dem König der Löwen und Mama Mia kochte die Stimmung bei „I will follow him“ aus Sister Act nahezu über. Dazwischen lagen weitere schöne Titel aus Evita und dem Phantom der Oper.
Zu jedem Song gab es eine kleine Einführung in das jeweilige Musical, so dass die Zuhörer vollständig eingebunden waren.
Tanz und Instrumentaleinlagen rundeten die Vorträge ab.

Am Piano glänzte Annika Becker aus Kottenheim, und mit bekannter Routine unterstütze Werner Müller aus Obermendig den Männerchor. Die weitere musikalische Stütze des Projektchores, Maria Gail aus Ettringen war leider am Kommen verhindert.

Ihnen allen dankte der Vorsitzende des MGV Edelweiß St. Johann e.V. am Ende des Konzertes. Sein Dank galt aber auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern an der Getränke und Speisenausgabe und im Service.

Zur Freude der Gäste wurde zum Schluss des offiziellen Teils noch der St. Johanner Kuckuck, gestaltete von der Künstlerin Anja Müller aus Ettringen, mittels Bingo ausgespielt. Der Vogel hat jetzt sein Nest in Mayen.“


Gleichzeitig hatte der von einem Jahr gegründete Projektor „Musical“ seinen ersten öffentlichen Auftritt. Er konnte überzeugen und viel Applaus und Anerkennung waren sein Lohn für ein Jahr konzentrierte Probenarbeit.
Ein Glücksgriff war die Unterstützung durch Annika Becker aus Kottenheim und Maria Gail aus Ettringen, die den Chor wesentlich musikalisch unterstützten und formten. Der Chor hat beschlossen, unter den Fittichen des MGV Edelweiß St. Johann e.V. weiter zu proben und neue Lieder für den nächsten Auftritt vorzubereiten.

Das erste „aushäusige“ Engagement wurde schon mit Erfolg angenommen. Bei der Vorstellung des Heimachtbuches des Landkreises übernahm der Chor die musikalische Gestaltung.

Für den MGV Edelweiß St. Johann e.V. stand der 15.11.2014 als nächster Programmpunkt an. Gleich vier Einsätze waren geplant: Singen in Ettringen am Ehrenmal, Singen in St. Johann in der Messe zu Ehren der Lebenden und Verstorbenen des MGV und Singen am Ehrenmal in St. Johann und ein karnevalistischer Auftritt anlässlich der Vorstellung des Ettringen Karnevalsprinzen, dem MGV Mitglied Burghard Winninger.
Hierfür hatte der Chorleiter zwei Potpourris mit bekannten Märschen und Walzern der Karnevalszeit und speziellen Texten zusammengestellt.

Es war ein voller Erfolg, obwohl die verwöhnten Karnevalisten Musik aus der Kehle und nicht aus der Retorte nicht gewohnt waren. Mit viel Applaus und Mitsingen und Mitschunkeln wurden die auf den Prinzen Burkhard umgetexteten Märsche und Walzer angenommen. Eine schöne und neue Erfahrung für den Chor, der schon so viel erlebt hat.

Bei der Weihnachtsfeier als Schlusspunkt des Jahres, die der Chor zusammen mit den Damen diesmal in Ettringen beim „Sching“ beging, trug der Chor noch einige Weihnachtslieder zur Erbauung der Damenschar dar.

Mit einem musikalischen Weihnachtsfrieden klang das Jahr 2014 aus.

Anzumerken sei, dass der vor einem Jahr vom MGV Edelweiß St. Johann e.V. ins Leben gerufene Projektchor unter dem Namen CHORcolores in sein zweites Jahr gegangen ist und auch schon Erfolge bei seinen Auftritten feiern konnte. Damit hat sich der Chor ein zweites und auf die Zukunft ausgerichtetes Standbein gegeben.

Zum Jahresende hatte der Chor noch ein Ereignis ganz besonderer Art zu vermelden, welches wohl einzigartig in der Geschichte des Chores sein dürfte. Das Ehrenmitglied Willi Nett, ein langjähriger und sehr guter Sänger, konnte in der Villa Toskana in Kottenheim seinen 100. Geburtstag feiern. Der Chor wird ihm im neuen Jahr aus diesem Anlass ein Ständchen bringen.

2015

Ein neues Jahr für den Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. Es begann gleich mit einem Paukenschlag, denn die Sänger traten beim Prinzendinner von Sangesbruder Burkhard in Ettringen mit zwei vom Chorleiter bearbeiteten Karnevalsmedleys auf.

Was schriebe die Presse:

Ettringen. „Mit einem Prinzendinner der Extraklasse hieß es am vergangenen Dienstagabend auch Abschiednehmen für Prinz Burkhard I. als närrischer Regent von Ettringen. Im Kaisersaal steppte zum letzten Mal für diese Session der Bär, und bevor der ergreifende Moment dann kommen sollte, erwartete die Gäste und vor allem seine Tollität samt Hofstaat ein karnevalistisches Feuerwerk der Spitzenklasse. Begrüßt wurde das Narrenvolk hierzu nicht nur vom Vorsitzenden Hans-Rolf (Haro) Müller, sondern auch von Ex-Sitzungspräsident Bernd Schmitz, der eine fulminante Laudatio auf Prinz Burkhard hielt. Dann trat der Hausmeister (Helmut Spitzley) auf, der von seinen unglaublichen Flugerlebnissen berichtete und Garant dafür war, dass kaum ein Auge trocken blieb, Es folgten Magier Olaf (Kalz), der u.a. in den französischen Farben zauberte, die Flaschengeister, deren Namen bei Winfried Münch und Haro Müller ordentlich für Verwirrung sorgten und die KG Singers sowie der MGV Edelweiß 1911 e.V. St. Johann, die gesanglich für allerbeste Stimmung sorgten.“

Nicht so positiv verlief der Probenbesuch in den ersten Wochen. Da schlug die Karnevalszeit zu, verstärkt von einer Grippe- und Erkältungswelle. An Weiberfastnacht saß der Chorleiter mit nur 4 Männern im Proberaum.
Ein Anlass für den Vorsitzenden, mit einem Brandbrief an die Sänger zu appellieren und um besseren Besuch der Proben zu bitten.
Die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung lief an vollen Touren, aber auch hier sagten nur 7 Sänger die Teilnahme zu. Viel zu wenig, um die rd. 20 inaktiven Gäste des Abends mit einem Lied zu begrüßen. Der Chorleiter war sauer.

Ein weiteres trauriges Kapitel in den Annalen des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. tat sich anlässlich des Singens bei der Kirmes auf.
Viele Sänger fehlten aus verschiedenen Gründen, so dass seit vielen Jahren das erste Mal der Chor kein Lied zur Kirmeseröffnung am 27. Juli 2015 singen konnte. Sein Bedauern darüber stellt auch der Ortsbürgermeister und Sangesbruder Michael Stephanie im Rahmen seiner Eröffnungsrede heraus.
Der Kirchchor sang alleine auf der „Kirmesbühne“.

Dies und viele angekündigte künftige Fehltage durch Urlaub etc. führte zu eine er Sommerpause welche bis zum 20. August terminiert wurde.

Im ersten Halbjahr waren weniger als 11 Sänger im Schnitt bei der Probe anwesend. Der Chorleiter wies darauf hin, dass bei einer Besetzung von unter Sängern pro Stimme ein sinn- und klangvolles Singen nicht möglich ist. Die Bereitschaft zum verstärkten Probebesuch, die bei der Umfrage fast einstimmig erklärt wurde, war wohl nur Schall und Rauch.

Die pessimistische Betrachtung des 1. Halbjahres war leider nicht unberechtigt. Auch im 2. Halbjahr waren im Schnitt nur 11 Sänger anwesend und die Proben gestalteten sich schleppend, da immer wieder von vorne begonnen werden musste. Der Rückgriff auf altbekannte Leider war da die logische Konsequenz, um zumindest einigermaßen singen zu können.

Auch Versuche durch Dööpekoocheessen und Einladungen zum Sauerkrauttreffen, ausgesprochen von den Sangesbrüdern Haro und Klaus-Peter, die Sänger zu aktivieren, dienten zwar der Gemeinschaftspflege, der Chorgesang wurde dadurch aber auch nicht besser.

Im Rahmen einer Vorstandssitzung wurde die Idee geboren, einen Kinderchor innerhalb des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. zu gründen. Vorstandsmitglied Katja Pung vom CHORcolores schlug auch eine Chorleiterin vor. Der Vorsitzende erhielt den Auftrag, die Rahmenbedingungen abzustecken.

Zum Jahresende hin probte der Chor für die Jahresmesse für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins und für das Singen am Ehrenmal in Ettringen und St. Johann am Volkstrauertag. Erstmals gestaltete der Chor auch eine Messe am Volkstrauertag in Ettringen. In beiden Kirchen wurden schön gestaltete Kerzen zum Andenken an die verstorbenen Sänger aufgestellt und mit einem Leid „geweiht“.

Eine Weinprobe und die obligatorische Weihnachtsfeier teilen sich die zweite Hälfte des Novembers und dienten dem Zusammenhalt zwischen den Sänger, den inaktiven Mitgliedern und den Ehefrauen unserer verstorbenen Sänger.

Ab Mitte Dezember machte der Chor eine Weihnachtspause.

2016

Da einige unserer Sänger im Karneval sehr aktiv waren, hatte der Chor bis zum 25.02.2016 eine Pause eingelegt. Der erste Probentag begann schon recht schmackhaft, denn Sangesbruder Haro brachte tollen selbstgemachten „Döppekooche“ nebst hausgemachtem Apfelkompott mit, das alles von den Sängern mit großem Appetit verspeist wurde.

Musikalisch startete der Chor seine Probenarbeit mit dem bezeichnenden Titel „He deit et wih un do deit et wih“. Ein Text, der bei den Männern gut aufgenommen wurde, gab er doch leider den Zustand vieler Sänger wieder.

Ansonsten pendelte sich der Probenbetrieb des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. bei 9 – 11 Sängern pro Abend ein. Es wurden auch nicht mehr. So sieht gelebte Agonie wohl aus.

Im März hatte der Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. den Versuch unternommen, Kindern in St. Johann das Singen anzubieten. Mit der Gesanglehrerin und Heilpädagogin Gerda Euskirchen aus Mendig hatte der Verein eine höchst kompetente und engagierte Chorleiterin gewinnen können. Die vom Landeschorverband geprüfte Chorleiterin sang seit März 2016 mit interessierten Kindern zwischen 3 und 12 Jahren einmal wöchentlich altersgemäße Lieder, verbunden mit Bewegung und Stimmschulung. Damit wollte sie die gute Tradition eines jungen Chores in St. Johann wiederbeleben.

Es blieb abzuwarten, wie das Angebot angenommen wurde. In den ersten Monaten waren zwischen 6 und 7 Kinder anwesend.

Mehr Bewegung war im CHORcolores, dem gemischten Chor im Verein. Die Zahl der Sängerinnen und Sänger wuchs ständig und ist derzeit bei 34 Mitgliedern angekommen. Maria Gail ist eine engagierte und fordernde Chorleiterin und hat immer neue Ideen und Vorschläge.

Im April nahm der CHORcolores ein ganzes Wochenende an einem sogenannten Chorcoaching teil. An erster Stelle stand die chorische Stimmbildung in all ihren unterschiedlichen Facetten, denn gerade die praxisorientierte Stimmschulung in einer Chorgemeinschaft bringt nicht nur zusätzliche Impulse über die regelmäßige chormusikalische Arbeit hinaus, sondern sie vermittelt ebenso wertvolle Erfahrung im Zusammenspiel von Körper, Stimme und Stimmung. Auch das Kennenlernen chorischer Ausdrucksformen und die eigene stimmliche Kontrolle verhalfen zu einer weiteren Verbesserung. Übungen zur Haltung, Vokalbildung, Vokalausgleich, Artikulation waren genauso Inhalte wie auch der Versuch, diese noch stärker bzw. zielgerechter einzusetzen.

Den ersten Auftritt hatte der Kinderchor zusammen mit dem Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. bei der Aufstellung des Maibaumes. Zusammen sangen die Kleinen und die Großen „Der Mai ist gekommen“. Besonders die Eltern und Großeltern waren gerührt.
Auch der CHORcolores sang beim Aufstellen des Maibaumes und erfreute sich anschließend an den leckeren Getränken und Speisen, die im Hof des Thomas Montada gereicht wurden.

Beim Verbandsgemeindesängerfest am 11. Juni in Boos hielt der CHORcolores die Fahne des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. hoch. Leider waren nur 7 Vereine vor Ort. Unser Chor stach aus dem althergebrachten Liedergut mit einem Titel aus dem König der Löwen und zwei Titel einer bekannten Boygroup heraus und erhielt viel Applaus.

Am 19. Juni war der CHORcolores dann zu Gast in Kürrenberg. Dort waren Chöre aus Kürrenberg, Kehrig und Bell beim Freundschaftssingen eingeladen. Auch hier konnte der CHORcolores überzeugen, wenn auch die Akustik und die Platzverhältnisse nicht ideal waren.

Die Kirmeseröffnung am 25. Juni 2016 gestaltete der Männerchor und der CHORcolors zusammen mit dem Johanneschor. Die Vorträge unserer Chöre wurden mit Aufmerksamkeit und viel Applaus bedacht.
Es war schön, dass nach dem Ausfall in 2015 der Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. wieder „Flagge“ zeigen konnte.


Der Männerchor, der CHORcolores und auch der Kinderchor bereiteten sich über Monate zielstrebig auf einen Abend in Ettringen vor, der unter dem Motto “Köln“ stand.

Leider musste der Abend verschoben werden, da am 02-07-2016 die deutsche Fußballnationalmannschaft um den Einzug in das Viertelfinale spielte – und auch souverän gewann - und befürchtet wurde, dass zahlreiche Gäste dann nicht kommen würden.

Beim Verbandsgemeindesängerfest am 11. Juni in Boos hielt der CHORcolores die Fahne des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. hoch. Leider waren nur 7 Vereine vor Ort. Unser Chor stach aus dem althergebrachten Liedergut mit einem Titel aus dem König der Löwen und zwei Titel bekannten Boygroups heraus und erhielt viel Applaus.

Am 03-07-2016 sollte der CHORcolores in Kehrig auftreten. Leider erkrankte die Chorleiterin kurzfristig und zusätzlich hatte der Veranstalter keine Plätze für unseren Chor reserviert. Da noch 9 andere Chöre dort waren, hatten wir kein schlechtes Gewissen, wieder nach Hause zu fahren. Eine Entscheidung, die uns auch wegen des strömenden Regens leicht fiel.

Einen schönen Nachmittag verbrachten der Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. und der CHORcolores am 31.07. beim Waldsingen in Bell. Obwohl der Männerchor, verstärkt durch den Chorleiter, nur 8 Sänger auf die Bühne brachte, hatte er mit „Bitburger Bier“ und „He deit et wih on do deit et wih“ die Zuhörer auf seiner Seite. Tosender Applaus und spontane Einladungen zu anderen Sängertreffen waren die Folge.

Der CHORcolores trug dann ein vielbeachtetes Kontrastprogramm vor. Mit modernen Liedern in englischer Sprache war ihm die Aufmerksamkeit sicher. Nur dass man die Texte nicht verstanden hat, wurde bedauert. Die musikalische Leistung aber fand ungeteilte Anerkennung.

Ein Höhepunkt in 2016 war der Auftritt des CHORcolores am 28.08. auf der Bühne des SWR 4 beim Ehrenamtstag in Mayen. Viele Wochen der Vorbereitung gipfelten in dem Vortrag bei diesem Festakt, der auch von der Ministerpräsidentin Maly Dreyer und der Bundesministerin Andrea Nahles besucht wurde. Das sehr aufmerksame Publikum bedanke sich bei dem Chor mit starkem Beifall und im Interview stellte Fred Bethmann den Chor vor.

Am 03. Und 04.09. erlebte der CHORcolors seinen zweiten Block des Chorcoachings und wurde von fachkundiger Hand auf die kommenden Auftritte vorbereitet. Gerade die Hinweise auf Bühnenpräsenz, Auf- und Abtritt des Chores, dynamischer Vortrag oder auch Atmung und Aussprache waren mehr als wertvoll und werden dem Chor helfen.

Im zweiten Halbjahr dümpelte der Probenbetrieb des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. so vor sich hin. Nur sporadisch unterbrochen von Proben mit 10 Sängern waren meistens nur 6 bis 7 Sänger bei der Probe anwesend. Der Chor machte keine Sommerpause, sondern probte für die Jahresmesse für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins und für das Singen am Ehrenmal in Ettringen und St. Johann am Volkstrauertag.

Der CHORcolores war ebenfalls überaus fleißig. Auch bei einer Abschlussfeier in Plaidt konnte der Chor sein Können zeigen.

Am Volkstrauertag in Ettringen und in St. Johann gestaltete der Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. den Gottesdienst und die Gedenkfeier am Ehrenmal mit. 10 Sänger konnten die Teilnehmer davon überzeugen, dass der Chor die bekannten sakralen Lieder noch beherrscht.

Besonders lobend muss erwähnt werden, dass die karnevalistisch aktiven Sänger aus Ettringen und Alzheim trotz der Karnevalseröffnung zum 11.11. am Vortag vollzählig am Morgen um 9:00 Uhr bei der Messe in St. Johann, die auch der Verstorbenen Mitglieder des Männergesangverein „Edelweiß“ St. Johann e.V. gedachte, anwesend waren.

Wie in den Vorjahren gedachten die Sänger nach der Gedenkfeier in der Marienkapelle ihrer Verstorbenen und zündeten eine Jahreskerze an. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil.

Während der Chorcolores insgesamt 8 Stunden auf dem Weihnachtsmarkt in Mayen und bei den Weihnachtsfeiern im Krankenhaus in Mayen sang, konnte der MGV einige Weihnachtslieder im Rahmen der Weihnachtsfeier am Riedener Stausee singen.

In einer gemeinsamen Abstimmung sprachen sich die Männer des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. dafür aus, den aktiven Chorbetrieb zum 31-12-2016 einzustellen. Die Gründe liegen auf der Hand: Es fehlt an Sängern und es fehlt an Nachwuchs. Alle Aktivitäten des Vorstandes und aller Sänger haben in den letzten 4 Jahren zu einem weiteren Sänger geführt, der aber zum 1-01-2017 auch nicht mehr kommen kann.
In den letzten Monaten 2016 waren im Schnitt 7,3 Sänger anwesend.

Die Sänger streben an, bei speziellen Gelegenheiten wie Maibaumaufstellen oder Kirmes ein oder zwei Lieder zu Gehör zu bringen und sich vorher zu einigen Proben zu treffen. Es bleibt abzuwarten, ob dies gelingt.

Alle sind bewegt, alle sind traurig, aber letztendlich hat uns die Realität eingeholt. Dem Wollen steht die Tatsache gegenüber, dass mit rd. 7 Sängern bei der Probe keine sinnvolle musikalische Arbeit zu leisten ist.

Künftig hält also der CHORcolors die Fahne des Männergesangvereins „Edelweiß“ St. Johann e.V. hoch. Damit ist unser Verein musikalisch gut vertreten.



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